Das flickr-Thema lässt mich seltsamerweise nicht ganz los, obwohl ich nichtmal aktiver User dort bin. Das Problem ist aber ein größeres.
Gerade das Einknicken eines so großen Players wie flickr vor der deutschen Internet-Rechtsunsicherheit (Stichwort Forenhaftung) stimmt traurig:
Urteile, nach denen Betreiber von interaktiven Websites für Beiträge der Nutzer haften sollen, schaden dem Standort Deutschland sehr – wer möchte schon Web2.0-Anwendungen entwicklen und betreiben, wenn er immer Angst vor kleinkarierten Rechtssprechungen haben muss? Für viele reicht schon die Angst vor Gerichts- und Anwaltskosten.
Gerade die großen wie flickr könnten hier ihre (finanzielle) Macht nutzen. Man braucht gute (teure) Anwälte, um vielleicht etwas günstigere Urteile für die Betreiber und damit Präzendenzfälle zu schaffen.
Nun ja, vielleicht tut es ein anderer….
Offenbar stehe ich nicht ganz alleine mit der Meinung dar. Spiegel Online brachte heute im Laufe des Tages einen ausführlichen Bericht zum Thema Forenhaftung und Rechtsunsicherheit: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,490006,00.html
Bleibt zu hoffen, dass auch das Rechtssystem mal umdenkt…
Kommentar von zapmuc — Juni 21, 2007 @ 9:32
Ich finde das auch absolut schade… Yahoo! ist im Bereich „Recht, etc.“ sehr vorsichtig. Siehe yahoo! video und so weiter…
Kommentar von Christoph — Juni 22, 2007 @ 12:54
[...] Passt auch gut zu dem Thema flickr-Zensur. [...]
Pingback von Politiker und Internet « Das Leben, die Welt und die Nichtigkeit — Juli 2, 2007 @ 11:26